Wer gut hören kann, weiß oft nicht, was es bedeutet, schlecht oder gar nicht zu hören.

Wer gut hören kann, weiß oft nicht, was es bedeutet, schlecht oder gar nicht zu hören.

Spannende Informationen erhielten heute die 1b, sowie die 3c Klasse von Georg (geOHRg) Berger. Der von Hörbeeinträchtigung betroffene Lehrer aus Kärnten erzählte authentisch von seinem Leben. Seine Erfahrungen und Geschichten untermalten die anatomischen, biologischen und physikalischen Inhalte. Der Aufbau des Ohres und der Weg des Schalls bildeten das Fundament. Aufgenommene Beispielsätze demonstrierten, wie sich Schwerhörigkeit anfühlt. Die Workshopinhalte verliefen von den kleinsten Knochen im Körper, über Hörgeräte bis zum Musikgenuss des Hobby-Bassisten. Lärmprävention und Sensibilisierungsarbeit verhalfen in den Klassen zum Umdenken. Die Schülerinnen und Schüler hörten und schauten gespannt zu, erlernten Grundlagen und einige Phrasen der Gebärdensprache. Erstaunlich blickten ihn manche an, als klar wurde, dass der zu laute Musikgenuss mit Kopfhörern das Gehör irreparabel schädigt.

Seine Tipps für den Unterricht wurden dem Kollegium am Nachmittag verdeutlicht. Bitte deutlich sprechen, ich lese von den Lippen ab! Deck‘ den Mund nicht zu! Im Notall schreib‘ es auf! Gib‘ nicht auf, wenn das Gesagte nicht gleich verstanden wird! Nicht schreien! Steh‘ nicht vor einem Fenster oder im Licht, dein Gesicht wird im Schatten sein! Schau‘ die Person an, mit der du sprichst! Mimik und Gestik sind sehr hilfreich! Man sollte die gehörlose Person immer miteinbeziehen!

Vielen Dank für die tollen Eindrücke, die anschaulichen Demonstrationen und das Lächeln, dass den Kindern in Erinnerung geblieben ist.